Programm

Open Air-Kino, Gesprächsrunden, Workshops – die Multihalle wird wieder zum gesellschaftlichen Raum. Verschiedene Mannheimer Akteure lassen uns das Potenzial dieses besonderen Ortes immer wieder neu kennenlernen – als Dach für Versammlungen, als Ort des Diskurses, als kultureller Treffpunkt.

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Sleeping Beauty –
Reinventing Frei Otto’s Multihalle

saai | Archiv für Architektur und Ingenieurbau
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
zeigt Ausstellung zur Multihalle Mannheim anlässlich der
16. Internationalen Architekturausstellung der Biennale Venedig

26.05. – 29.07.18

Anlässlich der 16. Internationalen Architektur-Biennale Venedig stellt das saai am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Kooperation mit der Stadt Mannheim die Multihalle mit einer Ausstellung in den Kontext des diesjährigen Biennale-Themas „Freespace“. „Sleeping Beauty – Reinventing Frei Otto’s Multihalle“ ist der Titel der Ausstellung, die aus ihrem „Dornröschenschlaf“ wieder erwachen soll. Die Ausstellung in Venedig stellt die Multihalle und die Idee ihrer Zukunft einer internationalen Szene vor – oder erzählt denjenigen, die schon von ihr wissen, mehr. Als Ausstellungsraum dient ein Hafengebäude auf der Guidecca, ein authentischer venezianischer Ort.

Die Austellung

„Sleeping Beauty“ knüpft an die erfolgreiche Ausstellung „Frei Otto – Denken in Modellen“ an, die von November 2016 bis März 2017 im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe zu sehen war. Die Ausstellung in Venedig konzentriert sich nun auf die Multihalle. Es ist damit die weltweit erste Ausstellung über dieses faszinierende Bauwerk. Das Konzept eröffnet den Besuchern einen doppelten Blick auf die Multihalle: Einerseits wird anhand von wertvollem Archivmaterial die experimentelle Entstehungsgeschichte des Bauwerks gezeigt. Andererseits wird anlässlich der aktuellen Debatten um den Erhalt auch ein Blick in die Zukunft geworfen, und neue Ideen, Programme und Konzepte der Nachnutzung werden vorgestellt – und damit auch die Entwicklung vom Bau-Objekt zum Diskurs-Objekt.

„Die Multihalle ist ein ingenieurtechnisches Meisterwerk, das uns aber auch vor Herausforderungen stellt. Die geplante „Neu-Erfindung“ der Multihalle steht zugleich symbolisch für die Transformation unserer Stadt, denn Mannheim befindet sich in einem umfassenden Erneuerungsprozess. An einer Zukunftskonzeption für die Multihalle besteht sowohl ein wissenschaftliches und künstlerisches, aber auch ein öffentliches Interesse“, erläutert Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz.

Das Thema „Freespace“ der diesjährigen Biennale basiert auf der These der Kuratorinnen, dass Humanität im Mittelpunkt der Architekturagenda steht. Das Werk Frei Ottos und damit die Multihalle als Dach für die offene Gesellschaft („democratic umbrella“) korrespondiert mit diesem Thema: Frei Otto, der den Pritzker-Preis nicht nur als Ingenieur und Architekt erhalten hat, sondern als Humanist.

Projektinitiatoren und Kuratoren der Ausstellung sind die Berliner Urbanistin und Kuratorin Sally Below und Georg Vrachliotis, Professor für Architekturtheorie und Leiter des Archivs für Architektur und Ingenieurbau am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der auch die Frei Otto-Ausstellung als Kurator verantwortete. Beide beraten die Stadt Mannheim seit längerem bei der aktuellen Projektentwicklung zur Neuprogrammierung der Multihalle. Ausstellungsarchitekt ist Marc Frohn vom Büro FAR frohn&rojas, ebenfalls Professor am KIT.

Die Architektur-Biennale in Venedig
Die Architektur-Biennale in Venedig ist die bedeutendste internationale Ausstellung für Architektur und Städtebau. Alle zwei Jahre bietet sie einen Überblick über aktuelle Strömungen und stellt in den Länderpavillons nationale Tendenzen und Leistungen vor.
Das diesjährige Thema der Architektur-Biennale 2018 ist „Freespace“. Die Kuratorinnen Farrell und McNamara erklären ihre Themenwahl folgendermaßen: „Freespace beschreibt eine Großzügigkeit des Geistes. Humanität steht im Mittelpunkt einer Architektur-Agenda, die sich auf die Qualität des Raumes konzentriert.“ Den beiden Architektinnen geht es um die Fähigkeit der Architektur, den Raum als eine Gabe für die künftigen Nutzer zu begreifen.

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Programm 2017

URBAN THINKERS CAMPUS MANNHEIM
20. – 22.10.17

Sonderpanel Multihalle — Urban Thinkers Campus 2017

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Urban Thinkers Campus
Mannheim

20.22.10.17

Die Multihalle ist Thema beim UTC Mannheim!

Sonderpanel Multihalle — Urban Thinkers Campus 2017
Stadthaus N1 — Raum 52/53

13.00 — 17.00

Am Beispiel der Mannheimer Multihalle, erbaut durch den Pritzker-Preisträger Frei Otto und den Mannheimer Architekten Carlfried Mutschler, soll untersucht werden, wie Städte ihr teilweise aus dem kollektiven Gedächtnis verschwundenes kulturelles Erbe als Ressource für inklusive, wirtschaftliche und soziale Entwicklung in zukunftsträchtige urbane Kontexte überführen können.

Die Multihalle wird bis heute aufgrund ihres komplexen Tragwerks diskutiert. Ihr soziales und gesellschaftliches Potential bleibt hierbei allerdings oftmals unerwähnt. Ein „urban thinkers camp“ im Vorfeld des Urban Thinkers Campus 2017 wirft einen gesellschaftlichen Blick auf die Multihalle mitsamt ihrer Einbettung in die soziale Topografie der Stadt. Im Vordergrund stehen die unsichtbaren Dimensionen des Bauwerkes. Es geht um die Erarbeitung einer neuen Lesart der Multihalle als Plattform für eine offene Gesellschaft, wie sie Frei Otto schon während ihrer Entstehung andachte. Eine offene Gesellschaft, die aufgeklärt, mündig und co-kreativ ihre Zukunft gestaltet.

Als Kondensationskerne und Orientierung sollen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die Sustainable Development Goals (SDG), auf die Handlungsmöglichkeiten in einer europäischen Stadt betrachtet und ihre Umsetzungsmöglichkeiten für Mannheim überprüft und angepasst werden.

Fragestellungen

Wie können die SDG auf deutsche Städte, Mannheim und ganzheitliche, komplexe und offene Stadtentwicklungslinien und -aufgaben übertragen werden?

Wie können diese in den Leitbildprozess der Stadt Mannheim einfließen und nutzbar gemacht werden?

Wie können die beitragenden Disziplinen ihr Know-how in den Prozess einbringen?

Welche Rolle kann die Entwicklung der Multihalle im Leitbildprozess und für die Zukunft Mannheims spielen
– im Sinne des „offenen Projekts in einem offenen Prozess“?

Wie kann die Multihalle zu einem öffentlichen Raum und Verhandlungsort werden?

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SUPERQUADRA
21. – 22.09.17

Live Video Performance

MULTIHALLE
MANNHEIM

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SUPERQUADRA

 

F. Wiesel (DE)
Live-Video-Performance, dt.

Do 21. Sep – 21:30 Uhr – Multihalle Mannheim
Fr 22. Sep – 21:30 Uhr – Multihalle Mannheim

Landschaften aus Beton und Glas erstrecken sich durch den südamerikanischen Dschungel und über die italienischen Alpen. Leonardo da Vinci, Albert Speer und Walt Disney arbeiten im Fieber an den Achsen ihrer neuen Ordnungen. Mit dem Wunsch nach einer geplanten, geordneteren und endgültig gerechteren Gesellschaft entstehen an den Reißbrettern und Computern ideale Proportionen und Verhältnisse. Irgendwann passiert, was passieren muss: Im Gebäudekomplex Super-Quadra 67 beginnt Oskar C. damit, eigene architektonische Verbesserungen vorzunehmen. Nach und nach mutiert das Gebäude, während die Bewohner beginnen, ihren eigenen Interessen Form zu geben. SUPERQUADRA macht die Chronik des Umbaus auf der Bühne zum Science-Fiction-Film. Im Mash-Up mit vergangenen Visionen erzählt die Performance eine Geschichte vom Ende der Architektur.

Unter dem Namen F. Wiesel (DE) entwickeln Hanke Wilsmann und Jost von Harlessem, zusammen mit wechselnden Kollaborateuren, Performances und Installationen. F. Wiesel baut fiktionale Räume, die Geschichten erzählen und einen besonderen Blick auf die Realität erzeugen. Perspektiven werden verändert und manipuliert: was groß erscheint, ist ein Zwerg, ein Fell wird zur Steppe. In ihren bisherigen Arbeiten reanimierten sie mit Modellen Filmgeschichte, tote Kaiser und sowjetische Planeten. F. Wiesel hat 2017 den Ponto Performance Preis der Jürgen-Ponto-Stiftung zur Förderung junger Künstler gewonnen. flinkwiesel.de

Im Rahmen von WUNDER DER PRÄRIE – Internationales Festival für Performancekunst & Vernetzung
14. – 24. September 2017 in Mannheim

Konzept, Texte & Umsetzung: F. Wiesel (Hanke Wilsmann & Jost von Harlessem). Figurenspielerin: Caroline Kühner. Setdesign: Ben Goossens. Musik: Philip Albus. Sound Design: Rupert Jaud. Mitarbeit Bühne: Friederike Schmidt-Colinet. Sprecher: Fredrik Jan Hofmann. Autor & Sprecher „Die Chroniken von Superquadra“: Dietmar Dath. Figurenkostüme: Melchior B. Tacet. Figurenmechanik: Ingo Mewes. Produktion: Heidrun Schlegel.
Eine Koproduktion von: Treibstoff Theatertage Basel, F. Wiesel GbR, Fleetstreet Theater Hamburg.

Gefördert von: Kulturamt der Stadt Frankfurt, Rudolf-Augstein-Stiftung, Hamburgische Kulturstiftung, Kulturbehörde Hamburg, Lumitronix GmbH, Stiftung für Radio und Kultur Schweiz, sowie der Jürgen Ponto-Stiftung zur Förderung junger Künstler im Rahmen des Ponto Performance Preis 2017, einem Kooperationsprojekt mit dem Künstlerhaus Mousonturm und der Hessischen Theaterakademie. Mit freundlicher Unterstützung der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch.

FREIRÄUMEN #2
07. – 08. 17

Sommerprogramm

MULTIHALLE
MANNHEIM

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FREIRÄUMEN #2
Sommerprogramm

Freitag, 7.7. — 21.30 — Sommerkino Open Air:
Moon — GBR 2009. DF. FSK: 12
Donnerstag, 20.7. — 19.00 — Tischgespräch:
Über gebaute Visionen
Freitag, 4.8. — 21.00 — Sommerkino Open Air:
Ewige Jugend — ITA 2015. DF. FSK: 6

Multihalle im Herzogenriedpark
Zugang über Eingang Neuer Messplatz
Sommerkino: € 7/erm. € 5 — Tischgespräch Eintritt frei

Ein Sommer für Visionen: zeitraumexit veranstaltet im Juli und August drei Abende auf dem Steg der Multihalle mit Filmen und Gesprächen für laue Sommerabende mit hochfliegenden Gedanken. In Kooperation mit dem CinemaQuadrat zeigen wir zweimal großes Kino in atemberaubender  Kulisse und laden bei Käse, Brot und sauren Gurken zum Gespräch über visionäre Architektur.

FREIRÄUMEN #1
24.05.17

Ein Abend für die Multihalle

MULTIHALLE
MANNHEIM

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Programm 24.05.17
FREIRÄUMEN #1

Ein Abend für die Multihalle

Mittwoch, 24. Mai — 19.00 — Multihalle
im Herzogenriedpark — Zugang über Eingang Neuer
Messplatz — Eintritt frei!

Mannheims spektakulärstes Bauwerk öffnet zum ersten Mal wieder seine Tore für die Öffentlichkeit. Ein Happening aus Live-Musik, Tanz, Video und Informationen rund um die Geschichte und die Zukunft der Multihalle.

Der Abend ist der Auftakt einer Reihe künstlerischer und forschender Zwischennutzungen. Damit wird die Multihalle einen Sommer lang zu einem Labor und Spielplatz der Sinne und Ideen, veranstaltet vom Baukompetenzzentrum der Stadt Mannheim und kuratiert von zeitraumexit, dem Collini Social Club und dem Planungsbüro Yalla Yalla.

Durch den Abend führt Sally Below.

Mehr Infos zum Programm

WORKSHOP
31.03. – 01.04.17

MULTIHALLE
MANNHEIM

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Programm 31.03. − 01.04.17

denken
Freitag, 31. März — 19.00 — Multihalle

Öffentliche Auftaktveranstaltung:
Transformationen von Raum

forschen

Expertinnen und Experten aus (Landschafts-)Architektur,Kultur-
und Kreativwirtschaft, Ingenieurbau und Veranstaltungsmanagement
überlegen sich in vier interdisziplinären Teams Konzepte für eine tragfähige Nutzung der Multihalle.

entwickeln
Samstag, 1. April — 17.00 — Multihalle

Öffentliche Präsentation der Ergebnisse aus den Gruppen:
Spiel, Sport, Park, regional
Internationaler Ort der Begegnung / Entwicklung
Investoren-Modell
Freies Konzept

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