»Man muss mehr denken,
mehr forschen, entwickeln,
erfinden und wagen…«

Frei Otto

Fotos:
Daniel Lukac

MULTIHALLE MANNHEIM –
Geschichte(n)

Die Multihalle wurde im Rahmen der Bundesgartenschau 1975 als temporäres Bauwerk im Herzogenriedpark errichtet. Konzipiert wurde sie vom Architekten Frei Otto, gemeinsam mit dem Mannheimer Carlfried Mutschler.

Otto, dem 2015 posthum der Pritzker-Preis, die höchste Auszeichnung in der Architekturwelt, verliehen wurde, ist bekannt für seine organischen Baukonstruktionen wie die Überdachung des Olympiageländes in München, die er für die Olympiade 1972 mit dem Büro Günther Behnisch und Partner verwirklicht hat.

Für Mannheim hat Otto eine Dachkonstruktion entwickelt, die zu ihrer Zeit neuartig war: Eine filigrane Holzstruktur überspannt verschiedene Räume – einen geschlossenen Veranstaltungsraum (die eigentliche Halle) ebenso wie Stege und Freiräume sowie diverse betriebliche Anlagen. Dieses Holzgitterschalendach, bis heute weltweit das größte seiner Art, kommt ohne rechte Winkel aus und schmiegt sich in biomorph wirkender Weise in die Parklandschaft. Ottos Entwurf ist nicht nur statisch und architektonisch eine Meisterleistung, sondern auch Ausdruck seiner Suche nach neuen, freieren Formen des Bauens in den 1970er-Jahren. Nicht umsonst nannte Manfred Sack, Architekturkritiker der ZEIT, 1975 die Multihalle „Das Wunder von Mannheim“.

1978 wurde die Multihalle mit dem Hugo-Häring-Preis, dem bedeutendsten Architekturpreis Baden-Württembergs, ausgezeichnet – eine Auszeichnung, die seit Begründung des Preises 1969 bisher nur noch acht weiteren Mannheimer Gebäuden zuteil wurde. Bemerkenswert ist, dass schon 1979 eine Unterschutzstellung als Denkmal in Betracht gezogen wurde. Seit 1998 steht die Holzgitterschalenkonstruktion der Multihalle Mannheim nun tatsächlich unter Denkmalschutz und ist damit eines der jüngsten Baudenkmäler Deutschlands.

Virtueller Rundgang durch die Multihalle

Multihalle freigedacht!

Bürgertage vom 26. bis 28. September –
erfolgreiche Bürgerbeteiligung mit Ideen für die Zukunft der Multihalle

Nach drei Tagen des gemeinsamen Arbeitens an Zukunftsthemen für die Multihalle und das Quartier Herzogenried, wurden am 28. September im Beisein von Bürgermeister Lothar Quast erste Ergebnisse der Mitmach-Bürgertage in der Multihalle präsentiert …

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MEINE BUGA 1975

Erinnerungen, Souvenirs und Geschichten gesucht!

Die Bundesgartenschau 1975 war ein wichtiges Ereignis für Mannheim: Aerobus, Multihalle, Luisenpark, Herzogenriedpark, Stadtentwicklung im Quartier Herzogenried, Orte für Gemeinschaft und ein buntes Kultur- und Gartenprogramm. Die Zukunft leuchtete ‒ und noch heute ist die BUGA 1975 in guter Erinnerung …

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Sleeping Beauty – Rethinking Frei Otto’s Multihalle

In Venedig erwachte die „schlafende Schönheit“ Multihalle zu neuem Leben: Bei der 16. Architekturbiennale beleuchtete die Ausstellung „Sleeping Beauty – Rethinking Frei Otto’s Multihalle“ den Entstehungsprozess des architektonischen Meisterwerks – und seine Wiederentdeckung als Symbol einer urbanen Mannheimer Zukunftsvision.

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Die Multihalle –
Ein Gespräch mit dem Fotografen Horst Hamann

SB       Herr Hamann, Sie sind in Mannheim geboren und aufgewachsen, lebten lange in New York  – kommen aber immer wieder zurück. 1986 haben Sie das Buch „Mannheim – Einblicke in eine Stadt“ herausgegeben und 2007 ein weiteres Mannheim-Buch. Was hat sich in der Zeit dazwischen und bis heute für Sie verändert – oder was ist gleich geblieben? …

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Urban Thinkers Campus
2017

Vom 18. bis 21. Oktober 2017 fanden Studierende und Professoren von sieben Fakultäten aus der Region sowie lokale Akteure im „urban thinkers camp“ zusammen. Unter Leitung von Tatjana Dürr, Referentin für Baukultur der Stadt Mannheim, Sally Below, Urbanistin und Wulf Kramer von Yalla Yalla! – studio for change aus Mannheim wurde an der Aufgabe gearbeitet, die Multihalle als „Denkraum für Zukunftsthemen“ und als Nukleus im Quartier zu entwickeln. …

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DAM Architectural Book Award 2017 –
Frei Otto. Denken in Modellen

Verlag: Spector Books, Leipzig

Die Frankfurter Buchmesse und das Deutsche Architekturmuseum (DAM) haben 2017 zum neunten Mal den Internationalen DAM Architectural Book Award vergeben. Der in seiner Art einmalige und inzwischen hoch angesehene Preis zeichnet die besten Architekturbücher eines Jahres aus. …

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Perspektiven für die Zukunft:
Der Nutzungsworkshop

Im Frühjahr 2017 wurden Vertreter unterschiedlicher Disziplinen zu einem von der Architektenkammer Baden-Württemberg initiierten und gemeinsam mit Mannheim durchgeführten zweitägigen Nutzungsworkshop in der Multihalle geladen, um Ideen und Lösungsansätze für mögliche zukünftige Nutzungen zu entwickeln. …

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Frei Otto
Pritzker-Preis-Träger 2015

Im Jahre 2015 wurde Frei Otto posthum mit dem Pritzker Architecture Prize ausgezeichnet, der seit 1979 an herausragende Architekten vergeben wird. …

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Die Architekten: Frei Otto und Carlfried Mutschler

Die Multihalle ist ein gemeinschaftliches Projekt von Frei Otto und Carlfried Mutschler – dieser war mit seinem Büro Carlfried Mutschler + Partner gemeinsam mit dem Gartenarchitekten Heinz H. Eckbrecht mit der Gesamtgestaltung der Parkanlagen für die Bundesgartenschau 1975 betraut. …

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Bedeutung für Mannheim

Neben ihrer ingenieurstechnisch wegweisenden Position in der Architekturgeschichte entfaltet die Multihalle auch für die Entwicklung der Stadt Mannheim besondere Bedeutung. Die Ausrichtung der Bundesgartenschau 1975 markierte einen charakteristischen Punkt in der Entwicklung Mannheims …

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Die Erhaltung – eine Herausforderung?

Um die Multihalle langfristig zu erhalten, sind, so hat ein Gutachten 2015 festgestellt, rund 11,5 Millionen Euro nötig. Saniert werden muss die gesamte Dachkonstruktion: …

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Das Wunder von Mannheim – warum eigentlich?

Die Multihalle besteht aus zwei Schalen, die durch einen überdachten Steg verbunden sind. Die gesamte Konstruktion misst 160 × 115 m. Der höchste Kuppelpunkt befindet sich 20 m über dem Fußboden. Ihre maximale Querspannweite beträgt 60 m, in der Längsrichtung spannt sie bis zu 85 m. …

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